IKIGAI – Den Sinn des Lebens finden in 7 Schritten


Wie Du mit der japanischen Methode namens IKIGAI in 7 Schritten Deinen Sinn im Leben findest erfährst Du in diesem Beitrag.

Ikigai - Die japanische Methode den Sinn im Leben zu finden

Du hast Dich sicher schon einmal gefragt, warum Du heute aufgestanden bist? Die Antwort: “Mein Wecker hat geklingelt” gilt hier nur oberflächlich. In der japanischen Philosophie findet man die Antwort auf die Frage “Wofür du morgens aufstehst” im Ikigai. Das finden Deines Ikigai - den Sinn im Leben - ist wahrscheinlich das Geheimnis für ein langes, glückliches und gesundes Leben wie die Ohsaki-Studie zeigt.

Was bedeutet Ikigai?

Der Begriff “Ikigai” ist eine Kombination aus den japanischen Wörtern “iki”, was Leben heißt und “gai”, was “Sinn” oder “Wert” bedeutet.

Ikigai (jap. 生き甲斐 Lebenssinn) ist frei übersetzt „das, wofür es sich zu leben lohnt“, oder auch “wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen“.

In Japan werden oft folgende Bereiche für ein glückliches und sinnerfülltes Leben betrachtet:
Natur-Garten, Familie-Kinder, Kunst-Malerei, Erde-Reisen, Lieblingssport-Bewegung, Musik-ein Instrument spielen, Partnerschaft-Vertrautheit
Ikigai ist das Gefühl, all diese Bereiche mit Lebensfreude erreicht zu haben.

Was macht Dein Leben so wertvoll?

Was macht das Leben für Dich lebenswert?

Was ist Deine Lebensaufgabe? 

Wie kannst Du Dein volles Potenzial entfalten und dieses leben?

Die Entscheidungsgrundlage für Deinen Weg

Vielleicht bist als Kind auch gefragt worden, was Du einmal werden willst, wenn Du erwachsen bist. Schon während der Schulausbildung treffen wir Entscheidungen, die diese Frage beeinflusst. Oft gehen wir dabei Kompromisse ein und entscheiden uns für einen Bereich und gegen einen anderen Bereich.

Stelle Dir vor Du bist gerade mit der Schulausbildung fertig geworden, welchen Weg würdest Du einschlagen?

Du machst nur das, was Dir richtig Spaß macht. Beispielsweise “3 stundenlang shoppen” oder “in der Sonne liegen…” - ja und die restliche Zeit? Welche Tätigkeiten machst Du sonst noch gerne?
Du entscheidest Dich für einen Handwerksberuf.

Du machst das, wo Du richtig gut bist. Vielleicht machst Du es nicht immer gerne aber weil Du darin richtig gut bist, fällt es Dir auch nicht schwer es zu tun.
In welchen Bereichen bist Du besonders gut?
SportlerInnen und MusikerInnen würde ich hier einordnen allerdings bestimmt auch andere.

Oder sollst Du das machen, was Dir viel Geld bringt? Oft will Dein Umfeld, dass Du eine Ausbildung machst, die Dir gute Chancen in der Zukunft bringt.
Arzt oder Ärztin, Krankenschwester, Anwältin und InvestmentbankerIn.

Du machst das, was die Welt braucht. Du hilfst anderen Menschen, Du kümmerst Dich um die Tiere oder setzt Dich ein für die Naturerhaltung und Artenvielfalt.

Was braucht die Welt von Dir?

Welchen Weg hast Du eingeschlagen?

Dein Ikigai findest Du, indem Du Gemeinsamkeiten all dieser vier Bereiche für Dich findest.

Finde Dein Warum, den Sinn des Lebens mit IKIGAI in 7 Schritten

Dein Ikigai finden mit folgenden 7 Schritten

Wie Du Dein Ikigai mit einfachen Fragen entdecken kannst und Deinen Sinn des Lebens erkennst. 

Nimm Dir einen Stift und Papier und gehe in Ruhe die Frage für Frage durch. Du gehörst zu den besonderen Menschen, die sich die Zeit nehmen vielleicht für die wesentlichsten Fragen die Du Dir stellen kannst!

Wichtig ist, dass Du einfach aufschreibst, was Dir in den Sinn kommt und dabei darauf achtest, wie beim Brainstorming offen zu sein und Bewertungen beiseite lässt.

Folgende vier Grundfragen bilden die Basis

Das, was Du liebst, was Du gerne tust.

Das, worin Du richtig gut bist.

Das, womit Du Geld verdienst.

Das, was die Welt von Dir braucht.

Schritt #1: Was Du liebst

Das, was Du liebst, was Du gerne tust.

Was begeistert Dich?

Was kannst Du unendlich lange tun, ohne müde zu werden?

Was machst Du am liebsten in Deiner Freizeit?

Womit kannst Du Dich stundenlang beschäftigen?

Bei welcher Tätigkeit kommst Du in den Flow-Zustand?

Was würdest Du am liebsten als nächstes tun?

Schritt #2: Was Du gut kannst

Das, worin Du richtig gut bist.

Wofür wirst Du bewundert?

Was hast Du schon sehr oft gemacht?

Was hast Du aus Ausbildungen, Seminare, Bücher gelernt?

Was fällt Dir leicht?

Welches Problem löst Du locker, während es für andere eine Herausforderung ist.

Welche Fähigkeiten hast Du sonst noch?

Schritt #3: Wofür Du bezahlt wirst

Das, womit Du Geld verdienst.

Angestellt: Du wirst bezahlt für Deine Arbeitszeit.

Selbständiger: Du wirst bezahlt für Deine Leistung (Werkvertrag/ Rechnung) 

Manager: Du wirst für funktionierende Prozesse und Projekte bezahlt.

Unternehmer: Du wirst bezahlt für die Kundenbedürfnisse, die DU löst.

Investor: Du wirst für Deine Entscheidungen bezahlt.

Mit welchen Angeboten hilfst Du jemanden anderen, der dafür bereit ist Geld zu bezahlen?

Welchen Mehrwert, welchen Nutzen und Vorteil hat jemand, von Deinen Dienstleistungen und Produkten?

Schritt #4: Was die Welt von Dir braucht

Das, was die Welt von Dir braucht.

Welche Werte sind Dir wichtig für die Zukunft der Erde?

Welchen Beitrag willst Du für die Welt leisten?

Was wird von Dir fehlen, wenn Du einmal nicht da bist?

Was erfüllt Dich besonders, wenn Du etwas für andere machst?

Was willst Du sinnvolles beitragen oder hinterlassen?

Das, was die Welt von Dir braucht.

Welche Werte sind Dir wichtig für die Zukunft der Erde?

Welchen Beitrag willst Du für die Welt leisten?

Was wird von Dir fehlen, wenn Du einmal nicht da bist?

Was erfüllt Dich besonders, wenn Du etwas für andere machst?

Was willst Du sinnvolles beitragen oder hinterlassen?

Schritt #5: Entdecke Überschneidungen

Du hast jetzt zu jedem der vier Bereiche ein lange Liste an Stichworten aufgeschrieben. Nun schaue Dir jeweils immer zwei Bereiche an und finde die Schnittmenge und weitere Kombinationsmöglichkeiten.

Deine Leidenschaft (Passion): Was Du liebst und worin Du gut bist

Deine Leidenschaft ist all das, was Du gut kannst und Du auch gerne machst. Oft ist das, was Du gut kannst auch etwas, was Dir Freude bereitet. 

Nimm Deine zwei Listen mit Stichworten aus den Bereichen “was Du liebst” und “worin Du gut bist” und finde die Gemeinsamkeiten. Wenn Dir zusätzliche Ideen kommen, so nimm diese in Deine Liste auf.

Du hast sicher schon einmal den den Satz gehört: “Folge Deiner Leidenschaft”. Wie Du gerade erkennst, geht die japanische Suche nach dem Sinn des Lebens noch weiter. Schauen wir uns weitere Kombinationen an.

Dein Beruf (Profession): Womit Du Dein Geld verdienst und worin Du gut bist

Dein Beruf ist die Schnittmenge aus dem was Du gut kannst und dem womit Du Dein Geld verdienst. Oft haben wir eine Ausbildung in einem speziellen Bereich gemacht und sind dann in der Praxis immer besser geworden und bekommen dafür dann Geld. 

Nimm Deine Liste mit dem Titel “worin Du gut bist” und mache ein kleines Brainstorming über die Möglichkeiten, wie Du dafür bezahlt werden kannst.

Ein Tipp: Brainstorme mit einem Online Marketer und lasse Dich von den neuen Möglichkeiten des Internets inspirieren.

Deine Berufung (Vocation): Was die Welt von Dir braucht und womit Du Dein Geld verdienst

Du wirst bezahlt für das was die Welt von Dir braucht.

Was gibst Du der Welt? Welchen Nutzen und Vorteil hat jemand, von Deinen Tätigkeiten? Welche Lösungen hast Du für andere Probleme? Welchen Wert kannst Du für andere erschaffen?

Nimm Dir Zeit und für diese Fragen und ergänze Deine Listen.

Deine Aufgabe (Mission): Was Du liebst und was die Welt von Dir braucht

Wenn Du das machst, was Du liebst und das was die Welt braucht, dann erfüllst Du eine Mission.

Wem oder wo würdest Du ganz besonders fehlen? Was ist Dein Auftrag in Deinem Leben? In welchen Bereichen bringst Du Liebe in die Welt?

Du erkennst jetzt bereits, dass alle vier Bereiche zusammenspielen müssen, um ein erfülltes Leben führen zu können. Die Kunst ist es diese Mitte - das Ikigai - zu finden. Doch bevor wir alle Bereiche als gesamtes Bild betrachten, schauen wir uns im nächsten Schritt  immer jeweils drei Bereiche und ihre Schnittmengen an.

Schritt #6: Wenn ein Bereich vernachlässigt wird

In diesem Schritt findest Du die Gemeinsamkeiten/ Überschneidungen von jeweils 3 Bereichen.

Wenn im Bereich “was die Welt braucht” wenig geschieht…

Viele haben einen Job, der ein bequemes Leben ermöglicht oder mit dem sie einigermaßen zufrieden sind, jedoch etwas das Gefühl der Nutzlosigkeit oder Sinnlosigkeit spüren.

Wenn Bereich “wofür Du bezahlt wirst” vernachlässigt wird…

Einige Menschen leben ein sehr engagiertes Leben und spüren Freude und Erfüllung, haben aber immer wieder kein Geld. Durch diesen Geldmangel können diese Menschen oft ihr volles Potenzial und ihre wirkliche Veränderungskraft nicht voll entfalten.

Wenn Deine Stärken nicht zum Einsatz kommen…

Menschen die immer nur Dinge machen, die für sie neu sind oder die sie nicht gut können befinden sich oft in einer gewissen Unsicherheit. Die eigenen Kompetenzen und Stärken werden vernachlässigt.

Wenn Du überwiegend Dinge tust, die Dir keine Freude bereiten…

Zunächst sieht das komfortabel aus, doch Du brauchst ein starkes Commitment, oft durch äußerliche Anreize und Belohnungen, damit Du morgens aus dem Bett steigst. Innerlich hast Du aber das Gefühl der Leere.

Schritt #7: Dein IKIGAI - den Sweet-Spot finden

Dein Ikigai finden bedeutet, dass Du alle vier Elemente und Grundbedürfnisse im ausgewogenen Verhältnis zueinander lebst. Das ist die Basis für ein sinnerfülltes und glückliches Leben.

Du hast nur in allen vier Bereichen eine lange Liste an Stichwörtern, nun versuchst Du soviele wie möglich zu kombinieren. Dabei wirst Du vielleicht weitere Ressourcen entdecken. Vielleicht konntest Du in diesen 7 Schritten einige Ideen oder AHAs sammeln. Denke daran, dass das findes Deines Ikigai ein stetiger Prozess ist. 

So kannst Du Dich auch im Alltag fragen, in welchen Situationen Du bereits jetzt Dein Ikigai lebst.

Ikigai Alltags-Beispiele

Ikigai ist…

… wenn ich durch ein Gespräch inspiriert werde und der Andere auch etwas mit nach Hause nehmen kann.

… wenn mir meine Kinder mit offenen Armen entgegenlaufen und ich viel Zeit mit ihnen verbringen kann.

… Vorbild sein für jemanden anderen.

… Jemanden dabei helfen seine Träume zu erfüllen.

… das Gefühl wenn Du Danke sagen kannst.

… wenn ich neue Erlebnisse und Lernerfahrungen sammeln durfte und dabei einen weiteren Schritt nach vorne mache.

… glücklichsein.

Ikigai erforscht von Ken Mogi

Der japanische Wissenschaftler und Autor Ken Mogi beschreibt fünf Ikigai Kernthemen. 

Klein anfangen

Schritt für Schritt, aufmerksam, achtsam und präsent sein.

Loslassen lernen

Alte Muster bewusst werden. Lass Deinen Rucksack hinter Dir.

Harmonie und Nachhaltigkeit leben

Respekt vor dem Planeten, der Natur und den Tieren leben.

Die Freude an kleinen Dingen entdecken

Glück und Freude aus innen heraus entfalten.

Im Hier und Jetzt sein

Verbunden mit allem im Hier und Jetzt präsent sein.

Fazit: Mit der IKIGAI Methode den Sinn des Lebens erkennen

Die Frage nach einem sinnerfüllten und glücklichen Leben muss man ganzheitlich betrachten. Dazu werden vier Bereiche als Ausgangsbasis betrachtet. Zum Ikigai findet man, indem diese vier Bereiche kombiniert und dadurch das volle Potenzial entfalten kann. Die vier Bereiche entstehen aus den Fragen:

Was Du liebst,

Was Du gut kannst,

Wofür Du bezahlt wirst und

Was die Welt von Dir braucht.

Fangen wir an bei den Dingen, die uns am Herzen liegen. Welche Tätigkeiten machen wir mit voller Freude? Für wen machen wir einen Unterschied, weil wir hier sind? Womit fühlen wir uns verbunden? Was hinterlassen wir auf diesem Planeten?


Was ist Dein nächster Schritt?

Lass mich in den Kommentaren wissen, ob Dir dieser Beitrag inspiriert hat.

Ich wünsche Dir eine sinnerfüllte Zeit,

Dein Emanuel

Ikigai die japanische Methode den Sinn des Lebens zu finden mit Anleitung von Emanuel Hacker