IKIGAI Methode Den Sinn des Lebens finden in 7 Schritten Anleitung Digital Business Consulting Emanuel Hacker

IKIGAI Methode: Den Sinn des Lebens finden 7-Schritte Anleitung

Wie du mit der westlichen Methode IKIGAI und einer 7-Schritte-Anleitung deinen Sinn im Leben findest, erfährst du in diesem Beitrag. Du wirst auch erfahren, dass das folgende mittlerweile sehr bekannte Diagramm wenig bis gar nichts mit der japanischen Philosophie zu tun hat, dir aber trotzdem helfen kann, deinen Sinn im Leben zu finden.

IKIGAI-die-japanische-Methode-fuer-eine-sinnreiches-Leben-mit-Schritt-fuer-Schritt-Anleitung-von-Emanuel-Hacker

IKIGAI - Eine Methode, um den Sinn im Leben zu finden

Wenn du diesen Beitrag liest, dann beschäftigt dich wahrscheinlich die Frage, was ist der Sinn des Lebens? Diese Methode IKIGAI hat mir persönlich bisher die beste und ganzheitlichste Antwort ermöglicht, auch wenn ich der Meinung bin, dass uns diese Frage ein ganzes Leben lang begleiten darf.

Das bekannte westliche IKIGAI-Modell ist gar nicht japanisch!

Wie schon erwähnt ist das Diagramm oberhalb ein westliches IKIGAI Modell, welches nur den Namen vom Japanischen geborgt hat und sonst wenig mit der ursprünglichen IKIGAI Philosophie zu tun hat.
Die japanische Philosophie stellt auch die Frage nach dem Sinn im Leben doch nicht mit Hilfe dieses Diagramms!

Was steckt hinter dem Begriff IKIGAI und was bedeutet IKIGAI?

Der Begriff “IKIGAI” ist eine Kombination aus den japanischen Wörtern “iki”, was Leben heißt und “gai”, was “Sinn” oder “Wert” bedeutet.

Ikigai (jap. 生き甲斐 Lebenssinn) ist frei übersetzt „das, wofür es sich zu leben lohnt“, oder auch “wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen“.

In Japan werden oft folgende Bereiche für ein glückliches und sinnerfülltes Leben betrachtet:

Natur - Garten,

Familie - Kinder,

Kunst - Malerei,

Erde - Reisen,

Lieblingssport - Bewegung,

Musik - ein Instrument spielen,

Partnerschaft - Vertrautheit.

Ikigai ist das Gefühl, all diese Bereiche mit Lebensfreude erreicht zu haben.

Das folgende, westliche IKIGAI Modell entspricht nicht der ursprünglichen IKIGAI Philosophie, auch wenn das moderne IKIGAI Modell inspiriert wurde.

Das IKIGAI Diagramm ist eine westliche Interpretation - Das Original heißt “The Zuzunaga Venn Diagram of Purpose”

The Zuzunaga Venn Diagram of Purpose von Andres Zuzunaga, spanischer Autor, Philosoph, Forscher der psychologischen Astrologie hat dieses Diagramm 2011 vorgestellt, welches erstmals im Buch “Qué Harías Si No Tuvieras Miedo” (Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?) von Borja Vilaseca im Jahr 2012 veröffentlicht wurde.

Andres Zuzunaga original ikigai diagram

Finde Dein Warum, den Sinn des Lebens mit der IKIGAI Anleitung in 7 Schritten

Wie du dein Ikigai mit einfachen Fragen entdecken kannst und deinen Sinn des Lebens erkennst, das erfährst du in der folgenden 7-Schritte-Anleitung.

Das westliche IKIGAI Diagramm baut auf den folgende vier Grundfragen auf:

  • Was liebst du? Was tust du gerne?
  • Worin bist du richtig gut?
  • Womit verdienst du Geld?
  • Was braucht die Welt von dir?

Nimm dir einen Stift und Papier und gehe in Ruhe Frage für Frage durch. Du gehörst zu den besonderen Menschen, die sich die Zeit nehmen, vielleicht sind das die wesentlichsten Fragen, die du dir jemals stellen wirst?

Wichtig ist, dass du einfach aufschreibst, was dir in den Sinn kommt und dabei darauf achtest, wie beim Brainstorming offen zu sein und Bewertungen beiseite lässt.

Schaue dir gerne mein YouTube Video an, wie ich mein IKIGAI finde.

Schritt #1: Was liebst du?

  • Was liebst du?
  • Was tust du gerne?
  • Was begeistert dich?
  • Was kannst du unendlich lange tun, ohne müde zu werden?
  • Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
  • Womit kannst du dich stundenlang beschäftigen?
  • Bei welcher Tätigkeit kommst du in den Flow-Zustand?
  • Was würdest du am liebsten als nächstes tun?

Schritt #2: Was kannst du gut?

  • Worin bist du richtig gut?
  • Wofür wirst du bewundert?
  • Was hast du schon sehr oft gemacht?
  • Was hast du aus Ausbildungen, Seminare, Bücher gelernt?
  • Was fällt dir leicht?
  • Welches Problem löst du locker, während es für andere eine Herausforderung ist.
  • Welche Fähigkeiten hast du sonst noch?

Schritt #3: Wofür wirst du bezahlt?

  • Womit verdienst du Geld?
  • Angestellt: Du wirst bezahlt für deine Arbeitszeit.
  • Selbständiger: Du wirst bezahlt für deine Leistung (Werkvertrag/ Rechnung)
  • Manager: Du wirst für funktionierende Prozesse und Projekte bezahlt.
  • Unternehmer: Du wirst bezahlt für die Kundenbedürfnisse, die DU löst.
  • Investor: Du wirst für deine Entscheidungen bezahlt.
  • Mit welchen Angeboten hilfst du jemandem anderen, der dafür bereit ist, Geld zu bezahlen?
  • Welchen Mehrwert, welchen Nutzen und Vorteil hat jemand von deinen Dienstleistungen und Produkten?

Es kann sein, dass du hier wenig aufgeschrieben hast. Das geht vielen meiner Coaching-Teilnehmer:innen so. Deshalb wird es zu diesem Thema einen extra Artikel geben. Wenn du jetzt schon neugierig bist, dann schreibe mir einfach auf meinen Social Media Kanälen eine Nachricht und ich schicke dir eine genaue Anleitung zu.

Schritt #4: Was braucht die Welt von dir?

  • Was braucht die Welt von dir?
  • Welche Werte sind dir wichtig für die Zukunft der Erde?
  • Welchen Beitrag willst du für die Welt leisten?
  • Was wird von dir fehlen, wenn du einmal nicht da bist?
  • Was erfüllt dich besonders, wenn du etwas für andere machst?
  • Was willst du sinnvolles beitragen oder hinterlassen?

Schritt #5: Entdecke Überschneidungen

Du hast jetzt zu jedem der vier Bereiche ein lange Liste an Stichworten aufgeschrieben. Nun schaue dir jeweils immer zwei Bereiche an und finde die Schnittmenge und weitere Kombinationsmöglichkeiten.

Deine Leidenschaft (Passion): Was du liebst und worin du gut bist
Deine Leidenschaft ist all das, was du gut kannst und du auch gerne machst. Oft ist das, was du gut kannst, auch etwas, was dir Freude bereitet.

Nimm Deine zwei Listen mit Stichworten aus den Bereichen "Was Du liebst” und "Worin Du gut bist” und finde die Gemeinsamkeiten. Wenn dir zusätzliche Ideen kommen, so nimm diese in deine Liste auf.

Du hast sicher schon einmal den Satz gehört: “Folge deiner Leidenschaft”. Wie du gerade erkennst, geht die japanische Suche nach dem Sinn des Lebens noch weiter. Schauen wir uns weitere Kombinationen an.

Dein Beruf (Profession): Womit du dein Geld verdienst und worin du gut bist
Dein Beruf ist die Schnittmenge aus dem, was du gut kannst und dem, womit du dein Geld verdienst. Oft haben wir eine Ausbildung in einem speziellen Bereich gemacht und sind dann in der Praxis immer besser geworden und bekommen dafür dann Geld.

Nimm deine Liste mit dem Titel "Worin du gut bist” und mache ein kleines Brainstorming über die Möglichkeiten, wie du dafür bezahlt werden kannst.

Ein Tipp: Brainstorme mit einem Online Marketer und lasse dich von den neuen Möglichkeiten des Internets inspirieren.

Deine Berufung (Vocation): Was die Welt von dir braucht und womit du dein Geld verdienst
Du wirst bezahlt für das, was die Welt von dir braucht.

Was gibst du der Welt? Welchen Nutzen und Vorteil hat jemand von deinen Tätigkeiten? Welche Lösungen hast du für andere Probleme? Welchen Wert kannst du für andere erschaffen?

Nimm dir Zeit und für diese Fragen und ergänze deine Listen.

Deine Aufgabe (Mission): Was du liebst und was die Welt von dir braucht
Wenn du das machst, was du liebst und das, was die Welt braucht, dann erfüllst du eine Mission.

Wem oder wo würdest du ganz besonders fehlen? Was ist dein Auftrag in deinem Leben? In welchen Bereichen bringst du Liebe in die Welt?

Du erkennst jetzt bereits, dass alle vier Bereiche zusammenspielen müssen, um ein erfülltes Leben führen zu können. Die Kunst ist es, diese Mitte - das Ikigai - zu finden. Doch bevor wir alle Bereiche als gesamtes Bild betrachten, schauen wir uns im nächsten Schritt immer jeweils drei Bereiche und ihre Schnittmengen an.

Schritt #7: Dein IKIGAI - den Sweet-Spot finden

Dein Ikigai zu finden bedeutet, dass du alle vier Elemente und Grundbedürfnisse im ausgewogenen Verhältnis zueinander lebst. Das ist die Basis für ein sinnerfülltes und glückliches Leben.

Du hast nur in allen vier Bereichen eine lange Liste an Stichwörtern, nun versuchst du, so viele wie möglich zu kombinieren. Dabei wirst du vielleicht weitere Ressourcen entdecken. Vielleicht konntest du in diesen 7 Schritten einige Ideen oder AHAs sammeln. Denke daran, dass das Finden deines Ikigai ein stetiger Prozess ist.

So kannst du dich auch im Alltag fragen, in welchen Situationen du bereits jetzt dein Ikigai lebst.

Ikigai Alltags-Beispiele

Ikigai ist…

… wenn ich durch ein Gespräch inspiriert werde und der Andere auch etwas mit nach Hause nehmen kann.

… wenn mir meine Kinder mit offenen Armen entgegenlaufen und ich viel Zeit mit ihnen verbringen kann.

… Vorbild sein für jemanden anderen.

… Jemanden dabei helfen, seine Träume zu erfüllen.

… das Gefühl, wenn du Danke sagen kannst.

… wenn ich neue Erlebnisse und Lernerfahrungen sammeln durfte und dabei einen weiteren Schritt nach vorne mache.

… glücklich sein.

Ikigai erforscht von Ken Mogi

Der japanische Wissenschaftler und Autor Ken Mogi beschreibt fünf Ikigai-Kernthemen.

Klein anfangen
Schritt für Schritt, aufmerksam, achtsam und präsent sein.

Loslassen lernen
Alte Muster bewusst werden. Lass Deinen Rucksack hinter dir.

Harmonie und Nachhaltigkeit leben
Respekt vor dem Planeten, der Natur und den Tieren leben.

Die Freude an kleinen Dingen entdecken
Glück und Freude aus innen heraus entfalten.

Im Hier und Jetzt sein
Verbunden mit allem im Hier und Jetzt präsent sein.

Fazit: Mit der IKIGAI Methode den Sinn des Lebens erkennen

Die Frage nach einem sinnerfüllten und glücklichen Leben muss man ganzheitlich betrachten. Dazu werden vier Bereiche als Ausgangsbasis betrachtet. Zum Ikigai findet man, indem man diese vier Bereiche kombiniert und dadurch das volle Potenzial entfalten kann. Die vier Bereiche entstehen aus den Fragen:

Was du liebst,

Was du gut kannst,

Wofür du bezahlt wirst und

Was die Welt von dir braucht.

Fangen wir an bei den Dingen, die uns am Herzen liegen. Welche Tätigkeiten machen wir mit voller Freude? Für wen machen wir einen Unterschied, weil wir hier sind? Womit fühlen wir uns verbunden? Was hinterlassen wir auf diesem Planeten?


Was ist dein nächster Schritt?

Ich wünsche dir eine sinnerfüllte Zeit, wir sehen uns…

Dein Emanuel

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